Falsches Signal: Warum die Abschaffung der Fortbildungspflicht dem Immobiliensektor schadet
Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Bürokratieabbau-Pakets eine folgenschwere Entscheidung getroffen: Die Fortbildungspflicht für Makler und Immobilienverwalter wird ersatzlos gestrichen. Mit Verweis auf Einsparungen von 47,7 Millionen Euro für die Wirtschaft und 10 Millionen Euro für die Verwaltung soll dieser Schritt die Branche entlasten. Doch dieser vermeintliche Fortschritt ist in Wahrheit ein Rückschritt - für den Berufsstand, für Verbraucher und für die Qualität der Dienstleistungen am Immobilienmarkt.
Ein Berufsstand verliert an Professionalität
Die erst vor wenigen Jahren eingeführte Fortbildungspflicht war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Professionalität in der Immobilienbranche. Sie stellte sicher, dass Makler und Verwalter sich kontinuierlich mit neuen rechtlichen Entwicklungen, Marktveränderungen und fachlichen Standards auseinandersetzen. In einer Branche, die sich durch immer komplexere Regularien auszeichnet - von Energieeffizienz über Mietrecht bis hin zu steuerlichen Fragestellungen - ist fundiertes und aktuelles Fachwissen unverzichtbar.
Die Abschaffung dieser Pflicht sendet ein fatales Signal: Qualifikation wird zur Kür statt zur Pflicht. Dies schadet nicht nur dem Ansehen des gesamten Berufsstandes, sondern öffnet auch unseriösen Anbietern Tür und Tor. Während engagierte Unternehmen weiterhin in die Fortbildung ihrer Mitarbeitenden investieren, können sich andere auf einem niedrigeren Qualitätsniveau einrichten - ein Wettbewerb nach unten, den niemand gewinnen kann.
Vertrauen und Rechtssicherheit auf dem Spiel
Wie Hanna Steinmüller, Mietenexpertin der Grünen-Fraktion, treffend formuliert: Die Weiterbildungspflicht sichert „Qualität, Vertrauen und Rechtssicherheit für Mieter:innen, Eigentümer und Verbraucher:innen". Gerade in einem so sensiblen Bereich wie dem Immobilienmarkt, wo es oft um die größten finanziellen Entscheidungen im Leben von Menschen geht, ist Vertrauen die wichtigste Währung.
Mieter und Käufer haben ein berechtigtes Interesse daran, dass die Fachleute, denen sie ihre Interessen anvertrauen, auf dem aktuellen Stand sind. Wer möchte schon von einem Makler beraten werden, der seit Jahren keine Fortbildung mehr besucht hat und möglicherweise veraltete oder falsche Informationen weitergibt?
Kurzfristige Einsparungen, langfristige Kosten
Die von der Bundesregierung angeführten Einsparungen mögen auf den ersten Blick verlockend erscheinen. Doch diese Rechnung ist kurzsichtig. Die tatsächlichen Kosten werden anderswo anfallen: in Form von Rechtsstreitigkeiten aufgrund fehlerhafter Beratung, von Vertrauensverlust bei Verbraucher:innen und von einem insgesamt niedrigeren Qualitätsniveau in der Branche.
Professionelle Fortbildung ist keine lästige Bürokratie, sondern eine Investition in Qualität und Professionalität. Die Kosten für Weiterbildungen sind im Vergleich zu den Schäden, die durch mangelndes Fachwissen entstehen können, verschwindend gering.
Kettenbach Immobilien bleibt dem Qualitätsanspruch treu
Wir bei Kettenbach Immobilien GmbH sehen diese Entwicklung mit großer Sorge. Deshalb haben wir eine klare Entscheidung getroffen: Wir werden auch künftig konsequent auf die kontinuierliche Fortbildung unserer Mitarbeitenden setzen – unabhängig von gesetzlichen Vorgaben.
Für uns ist Weiterbildung kein Zwang, sondern eine Selbstverständlichkeit und ein Qualitätsversprechen an unsere Kund:innen. Der Immobilienmarkt entwickelt sich ständig weiter, neue gesetzliche Regelungen treten in Kraft, und die Anforderungen unserer Mandant:innen werden immer komplexer. Nur durch kontinuierliches Lernen können wir sicherstellen, dass wir stets die beste Beratung und den besten Service bieten.
Unsere Kund:innen verdienen Fachleute, die wissen, wovon sie sprechen - heute genauso wie morgen. Daran wird sich bei Kettenbach Immobilien nichts ändern.
Fazit: Qualität vor Kostenersparnis
Die Abschaffung der Fortbildungspflicht mag auf dem Papier Kosten sparen, doch sie spart am falschen Ende. Professionalität, Vertrauen und Qualität lassen sich nicht durch Bürokratieabbau ersetzen. Die Immobilienbranche braucht gut ausgebildete Fachkräfte, die ihr Handwerk verstehen und ihre Kund:innen kompetent beraten können.
Kettenbach Immobilien wird weiterhin den Weg der Qualität gehen - im Interesse unserer Kund:innen, unserer Mitarbeitenden und der Branche insgesamt. Denn echte Professionalität entsteht nicht durch gesetzliche Mindeststandards, sondern durch die Überzeugung, dass nur kontinuierliche Weiterbildung zu exzellentem Service führt.
Vertrauen Sie auf Expertise, die sich weiterbildet – heute und in Zukunft.