Steigende Mieten und schrumpfendes Angebot: Der deutsche Mietmarkt Ende 2025
Der deutsche Mietwohnungsmarkt bleibt angespannt. Aktuelle Daten des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) zeigen, dass die inserierten Wohnungsmieten im vierten Quartal 2025 in nahezu allen großen deutschen Städten weiter gestiegen sind. Gleichzeitig wird das Angebot an Mietwohnungen immer knapper – ein Trend, der insbesondere Wohnungssuchende in den Ballungsräumen zunehmend belastet.
Mieten steigen schneller als Inflation
Laut dem GREIX-Mietpreisindex des IfW Kiel erhöhten sich die Angebotsmieten im vierten Quartal 2025 bundesweit um durchschnittlich 1,0 % gegenüber dem Vorquartal. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Anstieg von rund 4,5 % – deutlich mehr als die allgemeine Teuerungsrate.
Auch langfristig zeigt sich ein klarer Trend: Seit 2015 sind die Angebotsmieten stärker gestiegen als die Verbraucherpreise insgesamt.
Fast überall steigende Mieten in den Metropolen
In sieben der acht größten deutschen Städte legten die Angebotsmieten im vierten Quartal 2025 zu:
Köln: +3,4 %
München: +1,9 %
Hamburg: +1,3 %
Frankfurt: +1,0 %
Berlin: +0,6 %
Leipzig: +0,5 %
Stuttgart: +0,3 %
Lediglich Düsseldorf verzeichnete einen minimalen Rückgang von -0,1 %.
👉 Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft
München durchbricht die 23-Euro-Marke
Beim absoluten Mietniveau bleibt München Spitzenreiter. Erstmals überschritt die durchschnittliche Kaltmiete dort deutlich die Marke von 23 Euro pro Quadratmeter:
München: 23,35 €/qm
Frankfurt: 17,35 €/qm
Stuttgart: 16,11 €/qm
Hamburg: 16,08 €/qm
Berlin: 15,93 €/qm
👉 Quelle: idw – GREIX Mietpreisindex Q4 2025
Mietwohnungsangebot geht weiter zurück
Besonders problematisch für Wohnungssuchende: Das Angebot an Mietwohnungen schrumpft weiter. In den 37 vom GREIX untersuchten Städten lag die Zahl der Inserate im vierten Quartal 2025 rund 7 % unter dem Vorjahresniveau und etwa 20 % unter dem Stand von 2015.
👉 Quelle: Kiel Institut für Weltwirtschaft – Mietwohnungsangebot
Rekordanteil befristeter und möblierter Wohnungen
Zusätzlich verschärft wird die Lage durch den steigenden Anteil befristeter und möblierter Mietangebote:
Bundesweit: rund 17 % aller Inserate
Acht größte Städte: knapp 25 %
München: rund 33 %
Gerade für Studierende, Auszubildende und Haushalte mit geringerem Einkommen wird der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum dadurch immer schwieriger.
👉 Quelle: IfW Kiel – Analyse zu befristeten Mietverträgen
Fazit
Die aktuellen Zahlen bestätigen: Der deutsche Mietmarkt bleibt insbesondere in den Ballungsräumen angespannt. Steigende Mieten, ein rückläufiges Angebot und immer mehr befristete Mietverhältnisse stellen Wohnungssuchende vor große Herausforderungen. Für Eigentümer und Investoren bleibt die Nachfrage hingegen hoch.
Die Kettenbach Immobilien GmbH beobachtet diese Entwicklungen kontinuierlich und unterstützt Eigentümer, Käufer und Mieter mit fundierter Marktkenntnis und individueller Beratung.