Fremdkapitalquote: Wie verschuldet ist Ihre Finanzierung?
Die Fremdkapitalquote zeigt wie viel Prozent Ihrer Immobilie auf Kredit gekauft ist. So berechnen Sie sie richtig.
Fremdkapitalquote: Wie verschuldet ist Ihre Finanzierung?
Banken lieben Zahlen. Eine der wichtigsten ist die Fremdkapitalquote. Die sagt aus wie viel Prozent Ihres Kaufs auf Pump läuft. Und das beeinflusst Ihre Konditionen massiv.
Was ist die Fremdkapitalquote?
Die Fremdkapitalquote ist das Verhältnis von Kreditsumme zum Kaufpreis in Prozent.
Die Formel ist simpel: Fremdkapitalquote = (Kreditsumme / Kaufpreis) x 100
Bei 300.000 Euro Kredit und 400.000 Euro Kaufpreis ergibt das 75%.
Das heisst: 75% der Immobilie gehören erstmal der Bank. 25% haben Sie selbst bezahlt.
Wie wirkt sich die Quote auf die Zinsen aus?
Je höher die Fremdkapitalquote desto höher das Risiko für die Bank. Und desto höher der Zinssatz.
Typische Zinsaufschläge nach Quote:
Bis 60%: Bester Zinssatz 60-80%: Kleiner Aufschlag von 0,1-0,2% 80-90%: Deutlicher Aufschlag von 0,3-0,5% Über 90%: Teuer. Aufschlag von 0,5% oder mehr. Manche Banken machen das gar nicht.
Die Grenzen variieren von Bank zu Bank. Aber das Prinzip ist überall gleich.
Ein Rechenbeispiel
300.000 Euro Kredit über 15 Jahre:
Bei 60% Quote: 3,3% Zinsen, Rate 1.065 Euro Bei 80% Quote: 3,5% Zinsen, Rate 1.100 Euro Bei 95% Quote: 4,0% Zinsen, Rate 1.187 Euro
Der Unterschied zwischen 60% und 95% macht über die Laufzeit fast 22.000 Euro aus. Nur wegen der höheren Fremdkapitalquote.
Fremdkapitalquote vs. Beleihungsauslauf
Die beiden Begriffe werden oft verwechselt. Der Unterschied ist klein aber wichtig.
Fremdkapitalquote: Kreditsumme geteilt durch Kaufpreis
Beleihungsauslauf: Kreditsumme geteilt durch Beleihungswert
Der Beleihungswert ist meistens niedriger als der Kaufpreis - typischerweise 80-90% davon. Deshalb ist der Beleihungsauslauf höher als die Fremdkapitalquote bei demselben Kredit.
Banken schauen auf beide Werte. Der Beleihungsauslauf ist ihnen aber meist wichtiger.
Welche Quote ist gesund?
Meine Empfehlung: Bleiben Sie unter 80%.
Das heisst mindestens 20% Eigenkapital plus die Nebenkosten.
Bei 400.000 Euro Kaufpreis:
20% Eigenkapital: 80.000 Euro
Nebenkosten (12%): 48.000 Euro
Fremdkapital: 320.000 Euro
Quote: 80%
Das ist solide finanziert. Gute Konditionen, überschaubares Risiko.
Was tun bei hoher Quote?
Wenn die Quote über 90% liegt haben Sie drei Optionen:
Mehr sparen: Jeden Euro mehr Eigenkapital senkt die Quote.
Günstiger kaufen: Kleinere Wohnung, andere Lage, Verhandlung.
Andere Sicherheiten: Manchmal kann eine Bürgschaft oder eine andere Immobilie die Konditionen verbessern.
Oder Sie akzeptieren die höheren Zinsen. Das kostet aber richtig Geld über die Laufzeit.
Mein Fazit
Die Fremdkapitalquote ist ein wichtiger Gradmesser für Ihre Finanzierung. Niedrig ist gut, hoch ist riskant.
Rechnen Sie vor dem Kauf durch wo Sie stehen. Und überlegen Sie ob es nicht sinnvoller ist noch zu warten bis Sie mehr Eigenkapital haben.
Die paar Prozent weniger Quote können über die Laufzeit Zehntausende Euro sparen.
Häufig gestellte Fragen
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Die Fremdkapitalquote ist das Verhältnis der Kreditsumme zum Kaufpreis einer Immobilie in Prozent und zeigt, welcher Anteil des Kaufs fremdfinanziert ist. Sie ist ein zentraler Gradmesser der Verschuldung und beeinflusst die Kreditkonditionen. Beispiel: 300.000 Euro Kredit bei 400.000 Euro Kaufpreis entsprechen 75%.
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Mit der Formel: Fremdkapitalquote = (Kreditsumme / Kaufpreis) x 100. Bei 300.000 Euro Kredit und 400.000 Euro Kaufpreis ergibt das 75%.
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Empfehlenswert ist eine Fremdkapitalquote unter 80%. In der Praxis bedeutet das mindestens 20% Eigenkapital zuzüglich der Nebenkosten. Bei 400.000 Euro Kaufpreis wären das 80.000 Euro Eigenkapital, etwa 48.000 Euro Nebenkosten (12%), 320.000 Euro Kredit und damit 80% Quote, was als solide gilt.
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Je höher die Fremdkapitalquote, desto höher das Risiko für die Bank und desto höher der Zinssatz. Typische Aufschläge sind: bis 60% bester Zinssatz, 60–80% etwa +0,1–0,2 Prozentpunkte, 80–90% etwa +0,3–0,5 Prozentpunkte, über 90% +0,5 Prozentpunkte oder mehr, teils ohne Angebot. Die genauen Schwellen variieren je nach Bank, das Grundprinzip ist jedoch gleich.
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