Prolongation: Die Verlängerung bei Ihrer Bank
Bei der Prolongation verlängern Sie Ihren Kredit bei der bestehenden Bank. Erfahren Sie wann das sinnvoll ist.
Prolongation: Die Verlängerung bei Ihrer Bank
Die Zinsbindung endet und Ihre Bank schickt ein Angebot: Einfach verlängern, gleiche Konditionen wie bisher - nur der Zins ist neu. Das klingt bequem. Ist es auch. Aber ist es auch günstig?
Was ist eine Prolongation?
Prolongation bedeutet Verlängerung. Sie bleiben bei Ihrer Bank und vereinbaren einen neuen Zinssatz für die nächste Periode.
Der Kredit läuft weiter wie bisher. Nur die Zinsen ändern sich. Alles andere - Grundschuld, Kontonummer, Ansprechpartner - bleibt gleich.
Die Vorteile der Prolongation
Einfach und schnell: Kein Notar, keine Grundbuchänderung, kein Papierkram.
Kostenlos: Es fallen keine Wechselkosten an.
Bekannte Partner: Sie kennen Ihre Bank, die Bank kennt Sie.
Nahtloser Übergang: Der alte Vertrag endet, der neue beginnt. Ohne Lücke.
Die Nachteile
Nicht immer das beste Angebot: Banken wissen dass viele Kunden zu bequem zum Wechseln sind. Entsprechend sind die Prolongationsangebote oft nicht die günstigsten.
Wenig Verhandlungsmacht: Ohne Vergleichsangebot in der Hand haben Sie kaum Argumente.
Stillstand: Vielleicht gibt es inzwischen bessere Kreditprodukte bei anderen Banken.
So bekommen Sie das beste Prolongationsangebot
Vergleichen: Holen Sie Angebote von anderen Banken ein. Nicht um zu wechseln - um zu verhandeln.
Verhandeln: Zeigen Sie Ihrer Bank die besseren Angebote. Fragen Sie ob sie mitgehen kann.
Nicht eilig unterschreiben: Das erste Angebot ist oft nicht das letzte.
Prolongation vs. Umschuldung
Prolongation: Bleiben, verlängern, wenig Aufwand. Aber möglicherweise teurer.
Umschuldung: Wechseln, neuen Vertrag, mehr Aufwand. Aber möglicherweise günstiger.
Die Entscheidung hängt vom Zinsunterschied ab. Bei 0,05% Differenz lohnt der Wechsel nicht. Bei 0,3% Differenz schon.
Faustformel: Ab 0,1-0,2% Zinsunterschied rechnet sich die Umschuldung.
Der Ablauf einer Prolongation
Etwa 3 Monate vor Ende: Ihre Bank meldet sich mit einem Angebot.
Sie prüfen: Ist das Angebot gut? Vergleichen Sie.
Sie verhandeln: Können Sie nachbessern?
Sie entscheiden: Prolongation oder Wechsel?
Sie unterschreiben: Fertig. Der neue Zinssatz gilt.
Mein Rat
Unterschreiben Sie nie blind das erste Prolongationsangebot.
Holen Sie immer Vergleichsangebote ein. Selbst wenn Sie nicht wechseln wollen, geben sie Ihnen Verhandlungsmacht.
Und wenn das Angebot Ihrer Bank schlecht ist: Wechseln Sie. Die Kosten einer Umschuldung sind meist überschaubar.
Treue zahlt sich bei Banken selten aus. Das günstigste Angebot zählt.
Häufig gestellte Fragen
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Prolongation bedeutet die Verlängerung einer bestehenden Baufinanzierung bei derselben Bank, wobei ein neuer Zinssatz für die nächste Zinsbindungsperiode vereinbart wird. Der Kredit läuft organisatorisch weiter wie bisher; nur der Zins ändert sich, während Grundschuld, Kontoverbindung und Ansprechpartner gleich bleiben.
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Bei der Prolongation bleiben Sie bei Ihrer bisherigen Bank und verlängern den Kredit mit neuem Zinssatz bei minimalem Aufwand, was bequem ist, aber nicht immer das günstigste Angebot bringt. Eine Umschuldung bedeutet den Wechsel zu einer anderen Bank mit neuem Vertrag und mehr Formalitäten, kann dafür aber zu besseren Konditionen führen. Die Wahl hängt vor allem vom Zinsunterschied ab.
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Sie ist sinnvoll, wenn der Zinsunterschied zu Alternativangeboten gering ist und der Komfort sowie die fehlenden Wechselkosten überwiegen. Laut Faustformel lohnt sich ein Wechsel meist erst ab etwa 0,1–0,2 Prozentpunkten Zinsvorteil, bei 0,05 Prozentpunkten eher nicht. Fehlen deutlich bessere Angebote, spricht viel für die bequeme Verlängerung.
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Ja, die Konditionen lassen sich häufig verbessern, wenn Sie Vergleichsangebote anderer Banken vorlegen und Ihre Bank um Anpassung bitten. Unterschreiben Sie nicht vorschnell das erste Angebot, denn es ist oft verhandelbar. Ein aktiver Vergleich erhöht Ihre Verhandlungsmacht und führt häufig zu besseren Zinsen.
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