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Kaufpreissammlung: Die Datenbank der Immobilientransaktionen

Die Kaufpreissammlung erfasst alle Immobilientransaktionen einer Region.

Kaufpreissammlung

Jeder Immobilienverkauf wird beim Grundbuchamt registriert. Diese Daten fließen in die Kaufpreissammlung ein - eine systematische Erfassung aller Transaktionen. Für den Markt unverzichtbar, für Privatleute nur indirekt zugaenglich.

Was ist die Kaufpreissammlung?

Die Kaufpreissammlung ist eine Datenbank, die alle notariell beurkundeten Immobilientransaktionen in einem bestimmten Gebiet erfasst.

Sie wird von den Gutachterausschuessen geführt. Das sind unabhängige Gremien, die in jeder groesseren Gemeinde oder Region existieren.

Die Daten sind anonymisiert. Man erfaehrt nicht, wer an wen verkauft hat. Aber man erfaehrt: was, wo, zu welchem Preis.

Wie kommen die Daten in die Sammlung?

Der Notar ist verpflichtet, jeden Immobilienkaufvertrag an den Gutachterausschuss zu melden. Das passiert automatisch.

Der Gutachterausschuss wertet die Vertraege aus. Er extrahiert die relevanten Daten: Kaufpreis, Objektart, Flaeche, Lage, Baujahr, Zustand.

Diese Daten werden standardisiert erfasst und in die Sammlung aufgenommen. So entsteht eine umfassende Datenbank des Immobilienmarkts.

Wozu dient die Kaufpreissammlung?

Die Kaufpreissammlung ist die Grundlage für verschiedene Anwendungen:

Bodenrichtwerte werden aus den Daten abgeleitet. Der Gutachterausschuss analysiert die Transaktionen und ermittelt durchschnittliche Grundstückspreise für bestimmte Lagen.

Grundstücksmarktberichte werden erstellt. Sie zeigen Preisentwicklungen, Transaktionsvolumen und Markttrends.

Verkehrswertgutachten stuetzen sich auf die Daten. Sachverstaendige greifen bei Bewertungen auf die Kaufpreissammlung zurück.

Immobilienmarktanalysen nutzen die Daten. Forscher, Planer und Investoren analysieren den Markt auf Basis realer Transaktionen.

Wer hat Zugang?

Der direkte Zugang zur Kaufpreissammlung ist eingeschraenkt:

Gutachterausschuesse und deren Mitglieder haben vollen Zugang.

Oeffentlich bestellte Sachverstaendige können Daten anfordern - gegen Gebuehr.

Privatpersonen haben keinen direkten Zugang. Die Einzeldaten sind vertraulich.

Aber: Die aggregierten Ergebnisse sind oeffentlich. Bodenrichtwerte und Marktberichte können Sie einsehen.

Bodenrichtwerte als Ergebnis

Das wichtigste Produkt der Kaufpreissammlung sind die Bodenrichtwerte.

Der Gutachterausschuss analysiert alle Grundstücksverkaeufe einer Zone. Er filtert Ausreisser heraus, bereinigt um besondere Umstaende und ermittelt einen Durchschnittswert.

Das Ergebnis sind Bodenrichtwerte für jede Zone - angegeben in Euro pro Quadratmeter.

Diese Werte werden mindestens alle zwei Jahre neu ermittelt. In dynamischen Maerkten auch jährlich.

Grundstücksmarktberichte

Einmal jaehrlich veroeffentlichen die Gutachterausschuesse Marktberichte.

Darin finden Sie:

  • Wie viele Immobilien wurden verkauft?

  • Zu welchen Durchschnittspreisen?

  • Wie haben sich die Preise entwickelt?

  • Welche Objektarten waren gefragt?

  • Wie sieht die Preisspanne aus?

Diese Berichte sind oeffentlich und meist kostenlos oder gegen geringe Gebuehr erhaeltlich.

Qualitaet der Daten

Die Kaufpreissammlung ist die zuverlaessigste Quelle für Immobilienpreise. Anders als Angebotspreise zeigt sie, was tatsächlich gezahlt wurde.

Allerdings gibt es Einschraenkungen:

Die Daten sind vergangenheitsbezogen. Zwischen Vertragsschluss und Auswertung vergeht Zeit.

Nicht alle Transaktionen sind marktkonform. Familienverkaeufe, Zwangsversteigerungen, Paketverkaeufe verzerren das Bild.

Die Vergleichbarkeit ist begrenzt. Jede Immobilie ist einzigartig. Statistische Auswertungen glaetten die Unterschiede.

Wie Sie die Daten nutzen können

Als Privatperson haben Sie mehrere Moeglichkeiten:

Bodenrichtwerte abrufen. Die meisten Bundesländer haben Online-Portale. Dort finden Sie die Werte für jedes Grundstück.

Marktberichte lesen. Sie geben einen guten Überblick über den regionalen Markt.

Sachverstaendigen beauftragen. Der kann detaillierte Auswertungen aus der Kaufpreissammlung vornehmen.

Bei der Gemeinde nachfragen. Manche Gutachterausschuesse geben telefonisch Auskuenfte.

Kosten

Der Abruf von Bodenrichtwerten ist in vielen Bundesländern kostenlos oder kostet wenige Euro.

Grundstücksmarktberichte kosten je nach Region zwischen 20 und 50 Euro.

Detaillierte Auswertungen durch Sachverstaendige kosten entsprechend mehr - je nach Aufwand einige hundert Euro.

Fazit

Die Kaufpreissammlung ist das Fundament der Immobilienbewertung in Deutschland. Sie erfasst alle Transaktionen und liefert objektive Daten.

Als Privatperson erreichen Sie die Daten über Bodenrichtwerte und Marktberichte. Diese sind oeffentlich und guenstig zu bekommen.

Wer eine Immobilie kaufen oder verkaufen will, sollte diese Quellen nutzen. Sie zeigen, was der Markt wirklich zahlt.

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