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Fertiggarage: Kosten, Baugenehmigung und Vor- und Nachteile

Betonfertiggarage oder gemauerte Garage? Kosten, Größen, Genehmigungsregeln

Fertiggarage: Kosten, Baugenehmigung und Vor- und Nachteile

Fertiggaragen sind industriell vorgefertigte Garagengebäude, die als Gesamtkonstruktion angeliefert und aufgestellt werden. Sie bieten ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis, kurze Bauzeiten und standardisierte Qualität. Diese Bauweise hat sich als kosteneffiziente Alternative zur gemauerten Garage etabliert.

Konstruktion und Materialien

Fertiggaragen werden werkseitig als Gesamtkonstruktion gefertigt und per Schwerlastkran auf das vorbereitete Fundament gesetzt. Die Montage ist üblicherweise innerhalb weniger Stunden abgeschlossen.

Die überwiegende Mehrheit der Fertiggaragen besteht aus Beton (Betonfertiggaragen). Wandstärken von 5 bis 8 Zentimetern sind Standard. Die Dachausführung erfolgt typischerweise als Flachdach mit leichtem Gefälle zur Entwässerung.

Alternativen aus Stahl oder Holz sind verfügbar, jedoch mit spezifischen Nachteilen: Stahl erfordert Korrosionsschutz, Holz regelmäßige Pflege. Beton bietet dagegen wartungsarme Langlebigkeit.

Kosten

Die Investitionskosten variieren nach Größe und Ausstattungsstandard:

Einzelgarage (3 x 6 m):

  • Einfache Ausführung: 4.000 bis 7.000 Euro

  • Mit Sektionaltor und verbesserter Oberfläche: 7.000 bis 10.000 Euro

Doppelgarage (6 x 6 m): 8.000 bis 15.000 Euro

Zusätzliche Kosten:

  • Fundamentplatte: 1.500 bis 3.000 Euro

  • Lieferung und Kranmontage: 500 bis 1.500 Euro

  • Elektroanschluss: 500 bis 1.000 Euro

  • Baugenehmigung (falls erforderlich): 100 bis 300 Euro

Gesamtinvestition Einzelgarage: 6.500 bis 12.000 Euro - etwa 50 Prozent der Kosten einer vergleichbaren gemauerten Garage.

Baugenehmigung

Die Genehmigungspflicht ist landesspezifisch geregelt. In vielen Bundesländern gelten Freigrenzen:

  • Bayern: bis 50 m² genehmigungsfrei

  • Nordrhein-Westfalen: bis 30 m² genehmigungsfrei

  • Baden-Württemberg: bis 30 m² genehmigungsfrei

  • Niedersachsen: bis 30 m² genehmigungsfrei

Genehmigungsfreiheit entbindet nicht von der Einhaltung baurechtlicher Anforderungen. Abstandsflächen gemäß Bauordnung sind einzuhalten. Der Bebauungsplan kann zusätzliche Festsetzungen enthalten. Eine Auskunft bei der Bauaufsichtsbehörde schafft Rechtssicherheit.

Vergleich: Fertiggarage vs. gemauerte Garage

Fertiggarage:

  • Kostenvorsprung von 40 bis 50 Prozent

  • Aufstellung innerhalb eines Tages

  • Standardisierte Fertigungsqualität und Maßhaltigkeit

Gemauerte Garage:

  • Individuelle Planungsmöglichkeiten (Sondermaße, Anbauten, integrierte Werkstattbereiche)

  • Anpassung an architektonischen Stil des Hauptgebäudes

  • Höhere Wertschätzung bei anspruchsvollen Immobilienbewertungen

Für Standardanforderungen bietet die Fertiggarage optimale Wirtschaftlichkeit. Individuelle oder repräsentative Anforderungen rechtfertigen die gemauerte Ausführung.

Abmessungen und Varianten

Einzelgaragen: Standardabmessungen von 2,75 bis 3,50 m Breite, 5,50 bis 6,50 m Tiefe und 2,30 bis 2,50 m Höhe. Größere Fahrzeuge (SUV, Transporter) erfordern die oberen Maßbereiche.

Doppelgaragen: Verfügbar als durchgehende Einheit (6 bis 7 m Breite) oder mit getrennten Toren. Varianten mit einem Tor sind kostengünstiger, erschweren jedoch die Nutzung.

Dachformen: Satteldachausführungen sind kostenintensiver, fügen sich jedoch besser in traditionelle Bebauung ein. Bebauungspläne können Satteldächer vorschreiben.

Reihengaragen: Modulare Aneinanderreihung mehrerer Einheiten mit reduzierten Zwischenwandstärken.

Fundamentierung

Eine fachgerechte Fundamentplatte ist Voraussetzung für dauerhafte Standfestigkeit. Standard ist eine Betonplatte von 12 bis 15 cm Stärke, bei ungünstigen Baugrundverhältnissen entsprechend stärker. Frostsichere Gründung erfordert in Deutschland Fundamenttiefen von 80 cm.

Die Fundamentplatte muss maßgenau und horizontal ausgeführt sein. Abweichungen von wenigen Zentimetern können die Aufstellung der Garage beeinträchtigen. Lokale Tiefbauunternehmen bieten häufig günstigere Konditionen als Garagenhersteller.

Qualitätsmerkmale

Wandstärke: Mindestens 5 cm, optimal 6 cm oder mehr für bessere Wärmedämmung und Stabilität

Oberflächengestaltung: Glatte Oberflächen sind pflegeleicht, strukturierte Oberflächen verbergen Verschmutzungen. Farbige Beschichtungen verbessern die Optik gegenüber Rohbeton.

Torvarianten: Sektionaltore öffnen vertikal ohne Schwenkbereich. Schwingtore sind kostengünstiger, erfordern jedoch Freifläche. Elektrische Antriebe: 300 bis 800 Euro Aufpreis.

Elektroinstallation: Leerrohre für spätere Nachrüstung vorsehen. Steckdosen erhöhen die Nutzbarkeit. Vorbereitung für Ladeinfrastruktur bei Elektrofahrzeugen berücksichtigen.

Belichtung: Fenster oder Lichtbänder verbessern die Nutzungsqualität, insbesondere bei werkstattähnlicher Nutzung.

Auswirkung auf Immobilienwert

Garagen steigern den Verkehrswert von Immobilien. Der Wertaufschlag beträgt typischerweise 10.000 bis 20.000 Euro gegenüber einfachen Stellplätzen.

Gepflegte Fertiggaragen werden bei der Wertermittlung ähnlich wie gemauerte Garagen berücksichtigt. Nur bei hochpreisigen Immobilien kann die simplere Optik wertmindernd wirken.

Bei Vermietung erzielen Garagenstellplätze Mehrerlöse von 50 bis 100 Euro monatlich, was Amortisationszeiten von 10 bis 15 Jahren ermöglicht.

Zusammenfassung

Fertiggaragen bieten für Standardanforderungen optimale Wirtschaftlichkeit bei solider Qualität und kurzen Realisierungszeiten. Eingeschränkte Maße und nüchterne Optik sind bei typischer Nutzung unerheblich.

Investitionen in angemessene Wandstärken, hochwertige Tore und fachgerechte Fundamentierung gewährleisten Nutzungsdauern von 50 Jahren und mehr. Individuelle oder repräsentative Anforderungen rechtfertigen die Mehrkosten gemauerter Ausführungen.

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